Heizklassen - die Methode des Berliner Heizspiegels

Heizklassen-Farbstrahl




Sicher kennen Sie das Effizienzlabel, mit dem seit 1998 europaweit einheitlich alle Elektrogeräte ausgezeichnet werden. Mit diesem Label erkennen Sie auf einen Blick, ob das Gerät sparsam im Energieverbrauch ist.

Die Klassen des Effizienzlabels lassen sich auch auf den Heizenergieverbrauch eines Gebäudes beziehen.

Als Maßstab wird dann die Energiemenge eines Jahres in Kilowattstunden je Quadratmeter genommen.

Um einen direkten Vergleich mit dem „Verbrauchskennwert” eines Energieausweises zu bekommen, haben wir das Berechnungsverfahren der Energieeinsparverordnung (EnEV) angewendet und auch die Bezugsflächen entsprechend gewählt. Gegenüber dem „alten” Heizspiegel mussten deswegen die Klassengrenzen verringert werden.

Die Klasse A+ ist bisher nur für wenige Neubauten erzielt worden. Die Klassen A und B entsprechen dem Passivhausstandard und dem Niveau eines Niedrigenergiehauses. Klasse C sollten sehr gut sanierte Bestandsbauten erzielen.

D und E beziehen sich auf den teilmodernisierten, F und G auf den unsanierten Bestand.

Die Klasse H sollte Anlass sein, eine Überprüfung der Abrechnung, der Heizanlage und der Gebäudesubstanz vornehmen zu lassen.

Beispiel

Je ungünstiger die Heizklasse ist, desto höher sind die CO2-Emissionen, desto höher sind allerdings auch die Heizkosten. Die Grafik zeigt, dass die Bewohner eines Mehrfamilienhauses (Wohnfläche 1.200 m²) in den nächsten 20 Jahren über 400.000 € weniger an Heizkosten bezahlen, wenn ihr Gebäude in der Klasse B und nicht in der Klasse G liegt (bei einer jährlichen Energiekostensteigerung von etwa 4,5%).

Beispiel Diagramm

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